Sahra Wagenknecht 2016 im Bundestag



Man muss nicht unbedingt der Linken angehören. Die Rede der studierten Philosophin und promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin vom November 2016 enthält Vieles, was man auch als „Bürger der Mitte“ beobachten/vertreten kann:

Zitat: „…natürlich kann man politisches Rückrat haben und sich den eiskalten Renditekalkülen globaler Konzerne entgegen stellen…..“

Vo/14.01.2018

Neustart – statt Mut der Verzweiflung (Leserbrief an die ZEIT)

Kopie an die MdB meines Wahlkreises Frau Stadler (SPD); Herrn Grosse-Bröhmer (CDU)

2017 – ein Jahr der Wetterextreme und der politischen Destabilisierungen. Die ZEIT-1/2018 reagiert mit mehreren Aufsätzen mit einer Suche nach Utopien, die einen Ausweg aus der bedrohlichen Weltlage weisen könnten. 
Seit Jahren schon besteht bei vielen Menschen die Einsicht und Bereitschaft den Lebensstil des Überflusses in den Industrieländern zu verändern. Allein in der Masse sahen  sich diese „Querulanten“  regelmäßig konfrontiert mit den, wie die ZEIT-Journalistin Lea Frehse sagen würde, absurden Hinweisen auf  Zwänge, die eingeschlagenen ökonomischen Pfad nicht verlassen zu können. 
Bisher sangen auch die Medien das Lied der Wachstumsprediger. Jetzt endlich hört man, da die Politik immer öfter ohne Lösungen bleibt, auch in den Medien  Forderungen wie: „die Städte …vertragen den Autoverkehr nicht mehr….Entstehen muss eine neue Stadt“ (Bernd Ulrich). Oder sinngemäß: „der Ökotraum darf sich nicht auf das heimische Kompostieren, auf grüne Stromerzeugung oder bemooste Dächer beschränken. Es muss radikal gedacht werden“ (Petra Pinzler). Der Vorschlag, allen Bürgern mit einer Deutschlandkarte die kostenlose Nutzung zahlreicher Grundleistungen zu ermöglichen (Mark Schieritz), hat das Potential zur Initiierung einer sozialen Transformation. 
Zusammenfassend setzt diese Artikelsammlung die kritische Auseinandersetzung mit der „Politik des breiten Konsens und der mittleren Vernunft“ fort (Bienen/Ulrich, 44/2017). Die Artikel haben das Potential zur Entwicklung von Narrativen, ohne die die viel zitierte Transformation nicht gelingen dürfte. Berücksichtigt man, dass die Zeit ca. 400.000 Entscheider erreicht (ZEIT 28.6.17), sollten die Artikel nicht als Mut der Verzweiflung bezeichnet werden (Bernd Ulrich), sondern als lange überfälliges Wachrütteln derjenigen, die wider besseres Wissen nicht (mehr) geeignete Pfade verlassen können oder wollen.
Vo 30.12.2017

Bürgerbewegung

Felix Kolb (Mitbegründer der Bewegungsstiftung und Bürgerbewegung Campact e. V.) Zitat:
Campact ist primär für Menschen da, die zwar Interesse an Politik, aber zu viel um die Ohren haben: Arbeit, Familie, Freunde oder Kinder. Sie würden sich aber trotzdem gern mehr in das politische Geschehen einbringen. Man kennt ja diese Statements, dass Politiker eh machen, was sie wollen. Auch diesen Frustrierten wollen wir klar machen: Okay, es gibt sehr ärgerliche Entscheidungen, aber Politik reagiert durchaus darauf, wenn sich Menschen engagieren und für Veränderung einsetzen. Wir zeigen, dass Politik Spaß macht und man nicht gleich das ganze Leben umkrempeln muss, um sich zu beteiligen. Stück für Stück wird so Gesellschaft verändert.
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