Künstliche Intelligenz



Das Lesen einer Wochenzeitung hat den Vorteil, dass man sich die Zeit nicht durch die Berieselung mit oft überflüssigen und mehrfach wiederholten Tagesereignisse stehlen lässt. Man kann sich so auf die wichtigen Informationen gegenwarts- und zukunftsprägender Themen konzentrieren.
Zu solcher Art Themen gehören die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz (KI), virtueller Realität (VR) und Robotik. So haben (unter vielen anderen) der unermüdlich die Richtung wechselnde Rasenmäher-Roboter oder die Smart-Home-Technologie erfolgreich Einzug in unser Leben gehalten. Was einst als Utopie erschien, ist heute bereits weiter entwickelt, als wir denken. So steht Industrie 4.0 als die große Hoffnungsträgerin für ein wachstumsbasiertes Wirtschaftskonzept, das selbst unter Ökonomen nicht unumstritten ist.
Der Philosoph und Leiter der Forschungsstelle Neuroethik Thomas Metzinger skizziert in einem Aufsatz (ZEIT Nr.13/2017) verschiedene Aspekte möglicher Entwicklungen und verknüpft deren Risiken mit der Frage: Wie viel Autonomie wollen wir den Maschinen zugestehen? Mich bewegt darüber hinaus die Frage: Wer oder was treibt diese Entwicklung eigentlich an – Worin besteht die Motivation der „Treiber“– worin bestehen die individuellen Handlungsspielräume der (Zwangs-)Konsumenten…….?

Bundespräsident Steinmeier - Antrittsrede



Es wird leicht beklagt, dass zu selten über positive Ereignisse berichtet wird. Die Reden im Rahmen der Vereidigung des neuen Bundespräsidenten Steinmeiers gehören zu den positiven Ereignissen. Ohne auf selbstreflexive Hinweise auf Probleme und Gefahren der Gegenwart zu verzichten, weisen sie auf die historisch einmaligen freiheitlich- demokratischen Errungenschaften in unserem Land hin. Die Reden appellieren gleichzeitig an den Mut, das Erreichte weiterzuentwickeln. Zitat Bundespräsident Steinmeier:
„..Politik muss verstehen, dass die Zeiten besondere sind. Zeiten in denen alte Gewissheiten verschwunden und jedenfalls bislang neue nicht an ihre Stelle getreten sind…Wer soll denn glauben, dass in einer Welt, die komplizierter geworden ist, die Antworten einfacher werden…“


Die Rede Steinmeiers enthält nichts Neues, dennoch ist sie deutlich mehr als eine „Sonntagsrede“. Ich empfehle sie nachzuhören (in Gesamtaufnahme ab ca. 42. Minute)

12 Millionen Luxusautos - passt das zur Agenda 2030?



Der Autokonzern PSA geht davon aus, dass bis 2020 weltweit ca.12 Millionen Luxusautos pro Jahr produziert werden. Das wären 10% aller Neuwagen. PSA will Marktführer in diesem Segment werden.
Zur Erinnerung: Am 25. September 2015 verabschiedete die UNO-Generalversammlung in New York die globale Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Einen Kerngedanken der Agenda kann man unter der Überschrift Inklusion folgendermaßen formulieren (aus humanrights.ch):
„Niemanden zurücklassen, diejenigen erreichen, die am weitesten zurückliegen– Ungleichheit in und zwischen den Ländern verringern.“
Wen sollte man an die hehren Ziele der Agenda erinnern? Politiker? – Unternehmer ?-  Verbraucher/(Bürger)?